Drei Songs für drei Zustände

Shownotes

Ich habe am Ende dieses Buches etwas gemacht, das nie geplant war: drei Songs geschrieben. Nicht, weil es hübsch ist, sondern weil manche Sätze im Kopf hängenbleiben und Musik woanders hingeht.

In dieser Folge erzähle ich, wie GEZÄHMT, ENTFESSELT und UNGEZÄHMT entstanden sind und ich lasse dich in jeden der drei Songs kurz hineinhören.

GEZÄHMT ist der Seminarraum, in dem ich meine eigenen Folien anschaue und eine Leere spüre, die auf keiner Folie steht. Der Moment, in dem du weitermachst, obwohl du längst gemerkt hast, dass etwas nicht stimmt. Wir geben unseren Mustern schöne Namen: Wir nennen unser Feuer Disziplin und unser Verstummen Reife.

ENTFESSELT beginnt auf dem Boden einer Dusche, an einem Freitagmorgen im Dezember. Der Moment, in dem der Körper aufhört zu verhandeln und danach nicht der Zusammenbruch kommt, sondern eine Sehnsucht. Nicht nach weniger Arbeit. Nach mir selbst.

UNGEZÄHMT ist eine Terrasse, ein Moment, in dem der Kopf „reiß dich zusammen" schreit und ich zum ersten Mal nicht gehorche. Führen aus Kopf, Herz und Bauch. Nicht nacheinander. Zusammen.

Am Ende zeige ich dir den Ort, an dem diese drei Songs jetzt liegen mit einer inneren Reise und drei Fragen, die du im Alltag mitnehmen kannst.

Für wen diese Folge ist: Für die Frau, die nach außen läuft und innen leiser geworden ist. Die das Wort „funktionieren" zu gut kennt.

Was dich erwartet: → Wie aus einem Sachbuch drei Songs wurden → Ausschnitte aus GEZÄHMT, ENTFESSELT und UNGEZÄHMT → Warum Führung nicht verstanden, sondern verkörpert wird → Die drei Fragen für Bauch, Herz und Kopf und warum die Reihenfolge alles ändert

Der Link zum Leseraum https://go.evazweidorf.de/leseraum/ Geh rein, wenn du magst. Ganz ohne Druck.

Transkript anzeigen

00:00:01: Und das ist die Zähmung.

00:00:03: Das ist kein großes Drama, sondern dass du merkst – hier stimmt irgendwas nicht und dass du trotzdem weitermachst – obwohl du gar nicht mit dir selbst angebunden bist.

00:00:15: Sondern du machst professionell und statisch weiter!

00:00:19: Und beim Schreiben ist mir aufgefallen wie es funktioniert hat bei mir und vielen Frauen.

00:00:25: Wir geben nämlich unseren Mustern wunderschöne Namen.

00:00:30: Wir nennen unser inneres Feuerdisziplin und unser Verstummen, nennen wir Reife.

00:00:45: Wandel entfesseln für Frauen die gut funktionieren und sich aber fragen ob das wirklich alles ist?

00:00:53: Ich bin Eva Zweidorf und hier geht es um Führung, die von innen kommt.

00:01:10: Schön dass du da bist!

00:01:12: Und ich möchte mit einer Frage diesmal anfangen Welches Buch kennst du, das eigene Songs hat?

00:01:20: Ich kenne keins – zumindest nicht im deutschsprachigen Raum.

00:01:23: Und sicherlich gibt es das aber sehr selten wahrscheinlich!

00:01:27: Und ich habe mich entschieden als das Buch entstanden ist drei Songs zu schreiben für jeden Titel des Buches ein und heute erzähle ich dir warum ich das gemacht habe und wie sie entstanden sind.

00:01:42: Vielleicht erinnerst du dich, ich habe in der letzten Folge erzählt, wo ich erzählt habe wie das Buch entstanden ist.

00:01:51: Dass das Schreiben viel langsamer ist als wie man spricht und vielleicht auch langsame ist also wie man normalerweise denkt Und dass es eigentlich das Schöne am schreiben, dass der Denkprozess Langsamer wird Das wir dadurch in ganz andere Hirnareale eintauchen dürfen und dadurch auch ganz andere Erfahrungen nochmal hoch kommen.

00:02:15: Und ich bin dadurch nochmal in die einzelnen Ereignisse so richtig reingezogen worden.

00:02:21: Ich habe die Zeilen geschrieben und war gleichzeitig noch mal mittendrin in der Erfahrung, und ich fand das spannend weil ich ja eigentlich die Erfahrung schon kannte und trotzdem waren das ganz andere Erkenntnisse, die da hoch kamen.

00:02:37: Ich saß dran und schrieb Sätze über mich oder über die Frau, die ich vielleicht auch mal war.

00:02:43: Und irgendwann habe ich gemerkt, ich schreibe nicht nur... ...ich bin da auch wirklich drin!

00:02:50: Das war nicht immer angenehm aber an manchen Stellen war es sogar richtig schön wieder drinnen zu sein.

00:02:56: An anderen habe ich es auch nochmal mit ganz anderem Blickwinkel gesehen – diese Situation.

00:03:03: Dann kam gegen Ende des Buches die Frage Was mache ich mit dem, was ich beim Schreiben eigentlich gespürt habe?

00:03:11: Mit dem was zwischen den Zahlen liegt und was man in einem geschriebenen Wort gar nicht rüberbringen kann.

00:03:20: Und weil ein Buch, wenn du das liest geht er erst mal über den Kopf.

00:03:26: es können dann Emotionen angesprochen werden natürlich aber selbst wenn ich so ehrlich wie möglich schreibe bleibt es an der ein oder anderen Stelle im Kopf.

00:03:38: Und dann habe ich gedacht, was braucht es denn?

00:03:40: Und dann hab' ich gesagt Musik macht das nicht!

00:03:44: Musik wandert viel schneller in eine ganz andere Körpererfahrung In einen anderen emotionalen Anstoß.

00:03:54: Also habe ich mich entschlossen pro Buchteil einen Song zu schreiben und daraus sind drei Songs entstanden und jeder mit einem ganz anderen Charakter, also nicht drei Varianten des selben Lides, sondern drei unterschiedliche Zustände.

00:04:12: Weil ich in diesem Buch auch drei Zustände beschreibe – also gezähmt, entfesselt und ungezähmt.

00:04:19: Und die Texte sind von mir aus dem Buch um.

00:04:22: bei der Vertonung hat mir die KI geholfen!

00:04:26: Der erste Teil des Buches heißt ja gezähmt und ich erzähle dir, wo dieser Song entstanden ist.

00:04:34: Also in der Geschichte im Ereignis.

00:04:36: Und zwar saß ich irgendwann in einem Seminarraum vor vielen, vielen Jahren.

00:04:41: Neonlicht, graue Tische im Hufeisenform... Ich glaube die Klimaanlage summte und vorm Meer stand der Moderationskoffer mit dreieinhalb leeren Wasserflaschen daneben Und es waren Führungskräfte eingeladen und wir sprachen über Führungsentwicklung.

00:04:57: Ich hatte meine Folien natürlich mit Modellen, Gruppenarbeiten, Kennzahlen, Entwicklungsfaden also alles professionell aufbereitet – alles richtig!

00:05:07: Und ich saß da, schaute auf meine eigenen Folien die wirklich durch Dacht aufbereitete waren und spürte eigentlich eine Lehre, die ich erst wie später erkannte.

00:05:19: Also gar keine richtige Verbindung.

00:05:22: Ich spürte, dass ich das nicht in den Raum bringen konnte – es war alles perfekt so wie ich es wollte und es war auch sehr professionell!

00:05:34: Und trotzdem spürtere ich gleichzeitig in mir noch etwas anderes.

00:05:40: In der Pause bin ich dann raus auf den Flur gegangen, habe mich an die Wand gelehnt neben den Kaffeeautomaten Und in dem Moment, wo alles ruhig war habe ich gemerkt... ...dass sich mein Magen zusammengezogen hatte.

00:05:55: Es war nicht Hunger!

00:05:57: Ich konnte das kaum beschreiben, es war eher so eine Übelkeit.

00:06:00: und vielleicht kennst du das Gefühl wenn du gerade etwas zugesagt hast von dem du weißt dass du es nicht leisten kannst oder wenn du was aufbereitet hast aber dich irgendwie nicht emotional damit verbunden fühlst Dann kostet das ganz viel Kraft.

00:06:17: Weil es kostet Kraft, weil du irgendwie das Gefühl hast, da stimmt was nicht.

00:06:22: Ich hatte also drei Stunden lang Dinge erzählt die fachlich korrekt waren und die sich aber im Körper anfühlten als würden sie nichts zu mir gehören.

00:06:32: Irgendwie aufgesetzt und nicht verbunden.

00:06:37: Und mittlerweile hatten sich auch... Hatte sich so meine Schulterpartie verkrampft und ich hätte es noch nicht mal gemerkt.

00:06:45: Als ich dann wieder in den Raum zurückgegangen bin habe ich einfach weiter gemacht damals, weil ich in diesem Moment gar nicht switchen konnte.

00:06:53: Weil ich keine innere Verbindung zu mir aufbauen konnte!

00:06:57: Das hatte ich bis dahin noch gar nicht gelernt.

00:07:00: Ich wusste zwar oder spürte irgendwie für einen kurzen Moment dass da was passiert aber ich konnte es gar nicht einordnen und das ist die Zähmung.

00:07:08: Das ist kein großes Drama sondern das... Dass du merkst Hier stimmt irgendwas nicht und dass du trotzdem weitermachst, obwohl du es nicht fühlst.

00:07:22: Obwohl du gar nicht mit dir selbst angebunden bist Sondern du machst professionell und statisch weiter.

00:07:30: Und beim Schreiben ist mir aufgefallen wie das funktioniert hat bei mir und bei vielen Frauen.

00:07:36: Wir geben nämlich unseren Mustern wunderschöne Namen.

00:07:40: wir nennen unser inneres Feuerdisziplin Und unser Verstummen nennen wir Reife.

00:07:49: Ich habe meinen Hunger nach immer mehr Wissen runtergeschraubt, wenn mich einer gefragt hat und ich will nicht sagen dass sich das Bescheidenheit genannt hatte aber so hab' ich es zum Ausdruck gebracht jahrelang und es hat sich gut angeführt weil wenn ich so getan habe als ob das ist ja ganz normal dann war ja Bescheidenschaft ein Kompliment.

00:08:13: Und um diesen Gedanken herum, wie wir das sozusagen auch markiert haben.

00:08:18: Also mit einem Etikett markiert ist der Song gebaut und musikalisch wollte ich das so rüberbringen dass man diese Enge nicht nur hört sondern auch spürt dieses Nicht mehr können.

00:08:35: und vielleicht magst du einmal hinein hören mit mir gemeinsam und drei Sekunden und dann kommt.

00:08:53: Ich habe gelernt klein zu werden, damit der Raum mich hält.

00:08:59: Hab meine Kanten abgeschliffen sich passte in die Welt.

00:09:06: Die Hände falten sich zur Höflichkeit Die Stimme sucht die Mitte.

00:09:13: ich hab vergessen dass das schweigen einmal meine eigene Bitte war.

00:10:09: Ich weiß nicht, wie das bei dir angekommen ist.

00:10:12: Bei mir ist es immer die Zeile mit den Händen gezähmt von händen also im übertragenen Sinne, die ich selbst gehalten habe.

00:10:22: Das ist der Punkt an dem es eigentlich wehtut.

00:10:24: Die Hände waren meine eigenen!

00:10:26: Ich war's Nicht das System, nicht der Chef.

00:10:29: Nicht die Kultur!

00:10:31: Ich hab's gemacht und ich habe es Professionalität genannt weil ich es nicht anders wusste.

00:10:38: Ja, das war der erste Song und ich sage nochmal nachher was wo du es dann auch hören kannst vollständig.

00:10:45: Lass uns mal zum zweiten Teil kommen also zum zweiten Song!

00:10:49: Der zweite Teil des Buches heißt ja Entfesselt Und ich erzähl dir wie das bei mir angefangen hat durch eine Geschichte weil bei mir erst etwas passieren musste damit ich es wirklich verstehe.

00:11:05: Und Entfesseln ist nämlich nicht nur die Fesseln einfach sprengen und alles ist schön, es ist manchmal überhaupt nicht schön.

00:11:14: Vielleicht fängt das auch manchmal selten schön an und vielleicht muss man das manchmal auch – also wie ich, das muss aber nicht sein – durch einen Schmerz erfahren.

00:11:24: Bei mir war der Schmerzz an einem Freitag, der neunzehnte Dezember, sechs Uhr, siebenundvierzig.

00:11:31: Ich stand unter der Dusche, das heiße Wasser lief mir sozusagen über den Körper und in meinem Kopf rattete schon die Liste ab.

00:11:40: Es war kurz vor Weihnachten, die neue Ausbildung, die wir seit einigen Wochen konzipiert hatten sollte fertig werden.

00:11:48: Achtzehn Module!

00:11:49: Die Landingpage ging noch vor Weihnachtenaus.

00:11:52: Übermorgen kam meine Eltern.

00:11:54: Die Geschenke waren noch nicht verpackt.

00:11:57: Ich musste noch beim Restaurant anrufen, wir wollten einmal im Team auch nochmal zusammensitzen.

00:12:01: die E-Mail mussten raus dem Steuerbüro muss ich noch was liefern und und und!

00:12:08: Ich sag dir Performance Eva in Höchstform Und ganz ehrlich.

00:12:13: dazu kommt Meditation je morgens Sport firme die Woche unternehmern Begleiterin Strategien.

00:12:19: Ich war die Frau, die andere fragten Wie schaffst du das alles?

00:12:24: Und ehrlich, ich habe gelächelt über die Frage.

00:12:28: und was über ein gutes System gesagt – eine gute Struktur.

00:12:34: Was ich nicht gesagt habe, dass ich nachts aufwachte und sofort an die nächste Aufgabe dachte?

00:12:40: Dass ich so oft Nächte hatte mit einem Gedankenkarussell, das mein Kiefermorgen so verspannt war, dass sich ihn erst bewusst lockern musste.

00:12:50: und als ich da in der Dusche stand!

00:12:55: Das ist das Verrückte, hatte der Dampf den Spiegel beschlagen und mein eigenes Spiegelbild war verschwunden.

00:13:03: Und es ist mir noch nicht mal aufgefallen!

00:13:07: Ich habe mich gedreht in der Wanne um den Duschkopf einzustallen und in diesen Moment rutschte mein Fuß weg lautlos und dann prallten meine Rippen gegen den Wandrand aus dem Stand Ein Riesenknacken, das durch meinen ganzen Körper ging und dann lag ich da.

00:13:30: Ich wusste nicht wo hinten und vorne ist was überhaupt los ist und das warme Wasser lief weiter unter mir die kalte Grammik.

00:13:39: über mir rauschte der Duschkopf als wäre nichts passiert!

00:13:44: Ich wollte mich aufrichten und mein Körper gehorchte mir einfach nicht mehr.

00:13:53: dass ich hinlegt, wenn es nicht mehr kann.

00:13:56: Und meine erste Gedanke war bitte nicht jetzt, bitte nicht zwei Tage vor Weihnachten!

00:14:03: Aber ganz ehrlich mein Körper hat nicht mehr mit mir verhandelt.

00:14:08: Ich habe lange gebraucht um das zu verstehen Jahre.

00:14:12: Mein Körper hat geflüstert.

00:14:14: dann hat er gesprochen Dann hat er gerufen und an diesem Morgen in der Dusche hatte er genug.

00:14:22: Er hat mich nicht bestraft, er hat mich hingelegt damit ich endlich zuhöre.

00:14:28: Er war der einzige Verbündete, der eigentlich nie gelogen hat und Ich fand es so spannend dass wir unseren Körper nur nutzen um durch die Welt zu gehen.

00:14:39: dabei ist er ein So intelligente System.

00:14:43: er kann uns so viel sagen und zeigen Und deswegen finde ich dieses Wort so schön verkörpern.

00:14:51: Auch in der Führung geht es um Verkörperung, nicht nur darum dass wir Führungen verstehen.

00:14:57: Der Körper muss mitsprechen dein Inneres muss verbunden sein.

00:15:01: da sitzen unsere Emotionen und unsere Intuition die wir so wunderbar nutzen könnten.

00:15:08: Und wenn wir das aber ignorieren und alles über den Kopf erzwingen dann reagiert der Körper trotzdem weil er sich nicht abstellen lässt und wir sag ich mal bekommen oftmals gar nicht mit.

00:15:21: Er speichert es und zwar speicherte er es ins Gewebe.

00:15:26: Jede emotionale Blockade, jeden Streit jede Kritik.

00:15:31: Ganz ehrlich Führung wird nicht verstanden.

00:15:34: Führungen wird verkörpert wenn sie wirken sollen.

00:15:37: Und deswegen arbeite ich mit Presswork, mit inneren Reisen, mit Bewegen nicht weil der schön ist sondern weil der Körper mitgenommen werden muss.

00:15:46: sonst bleibt es ein Gedanke und der Gedankel ändert gar nichts.

00:15:50: Wir sprechen heute so viel über Change, so viel von Veränderung.

00:15:56: Aber wir können Veränderungen nicht über den Kopf herstellen!

00:16:00: Sie geht nur wenn wir sie auch verkörpern und das haben so viele noch nicht durchdrohen.

00:16:10: Und dann ist da noch etwas.

00:16:12: Als ich auf dem Boden der Wanne lag hatte Ich es verstanden.

00:16:18: unter allem was ich geleistet habe unter allem, was ich abgeliefert habe war eine Sehnsucht.

00:16:26: Nicht nach weniger Arbeit!

00:16:28: Nicht noch mehr bei Langs.

00:16:30: Eine Sehensucht nach mir selbst.

00:16:34: Danach im eigenen Leben wieder vorzukommen.

00:16:38: und ganz ehrlich sie war nie weg Sie hat gewartet Und Ich hab sie gefunden als sich da unten lag Als ich in der Wanne lag Und hör mal wie anders das klingt.

00:16:53: und ich lade dich wieder ein, in zwei Sekunden mit mir hineinzuräuchen.

00:17:26: Warmes Wasser läuft über mein Gesicht.

00:17:28: Ich weiß nicht, wie ich hierher gekommen bin Unter mir die kalte Keramik Und zum ersten Mal seit Jahren Kann ich nichts dagegen tun.

00:17:40: Mein Körper liegt einfach da Wie ein Tier das sich hinlegt Wenn es nicht mehr kann Und die Spür errettet mich!

00:17:48: Ich hab gemeint dass sei ein Scheitern Hab Zusammenbruch

00:17:51: als Schwäche

00:17:52: benannt Bis ich verstand was er mir zeigte.

00:18:08: Vielleicht hast du es gespürt, das ist ein komplett anderer Charakter.

00:18:13: Und es war Absicht!

00:18:15: Es ist ja auch ein anderer Zustand dieses Entfesseln, dieses Begreifen dessen was der Körper uns zeigt.

00:18:24: und der erste Song ist eng und der zweite fängt an zu atmen.

00:18:30: Und lasst uns jetzt mal zum dritten Teil des Buches kommen und zwar ungezähmt.

00:18:35: Der dritte Teil ist der Aufbruch.

00:18:38: Also müsste der Song das Widerspiegeln oder zumindest habe ich gehofft, dass der Song es dann widerspiegelt und er sollte rhythmischer sein sozusagen mehr Geerdeter, mehr Boden unter den Füßen.

00:18:50: Und ich erzähle dir auch hier eine Geschichte die ich lange niemanden erzählt habe nicht weil sie dramatisch ist sondern weil sie mir damals peinlich war aber im Grunde genommen ich die Peinlichkeit in dem eigentlichen Ereignis auch überwunden habe.

00:19:09: Und zwar saß ich in einer Videokonferenz, eine kleine Gruppe von teuren Führungsfrauen, die ich seit Monaten begleitet hatte und eine Gruppe, die mir wirklich mittlerweile sehr ans Herz gewachsen war und mit denen ich mich auch wirklich verbunden fühlte.

00:19:26: Eine Teilnehmerin – vielleicht hast du das schon mal gehabt – erzählte von einem Konflikt in ihrem Team.

00:19:33: Also ihre beste Mitarbeiterin hat gekündigt und sie fragte sich, ob sie die Zeichen übersehen hatte oder versagt hatte.

00:19:42: Ganz offen und ehrlich!

00:19:44: Und irgendetwas in ihrer Geschichte hat mich urplötzlich berührt und gleichzeitig auch getroffen – nicht professionell sondern persönlich und emotional.

00:19:57: weil ich in dem was Sie beschrieb plötzlich mich selbst erkannt habe Menschen, die gegangen sind weil ich zu beschäftigt war.

00:20:07: Weil ich nicht hingehört habe.

00:20:10: Nicht früher sondern in meinem eigenen Leben und mir stiegen die Tränen in die Augen mitten in der Begleitung mitten In der Rolle in der Ich eigentlich die Haltende sein soll nicht die Gehaltene Und mein Kopf hat sofort losgeschrien.

00:20:30: laut panisch bleibt kompetent.

00:20:34: Das geht natürlich nicht.

00:20:35: Du darfst dich jetzt nicht emotional zeigen, was sollen die anderen denken?

00:20:39: Die bezahlen dafür dass du stabil bleibst.

00:20:43: Kamera aus atmen durch Sortiere dich und mache dann weiter.

00:20:48: das war der alte Weg.

00:20:49: Deckel drauf funktionieren.

00:20:52: das war ich vor fünfzehn Jahre Aber diesmal war etwas stärker als der Kopf Nicht lauter Stärker Und sogar leiser.

00:21:04: Ich habe gesagt, entschuldigt mich kurz und lass uns fünf Minuten Pause machen.

00:21:09: Und ich bin dann auf meine Terrasse gegangen?

00:21:12: Die Terrasstand in voller Brach geranien Lavendel die letzten Tomaten in den Töpfen und die Sonne stand tief – ich liebte es!

00:21:21: Ich hab' mich auch einen Stuhl gesetzt und mein Körper hat etwas getan was meinen Kopf gar nicht geplant hatte.

00:21:29: Er hat gezittert Nicht vor Kälte, sondern vor dem was hochkam.

00:21:35: Trauer!

00:21:36: Trauer über etwas das ich seit Monaten vor mir hergeschoben hatte und einfach nicht sehen wollte.

00:21:44: Mein Bauch wusste es längst – mein Herz auch.

00:21:48: Nur meinen Kopf hatte sich geweigert hinzuschauen weil es unbequem war.

00:21:54: Weil es keine Lösung gab.

00:21:56: Weil er Dinge mag die man in Spalten sortieren kann Und Trauer lässt sich nicht sortieren.

00:22:04: Trauigkeit lässt sich sofort nicht

00:22:07: einordnen.".

00:22:08: Ich stand also zwischen Lavendeln und Geranien, habe mit mir selbst gekämpft.

00:22:14: Der Kopf schrie, geh zurück sei professionell!

00:22:17: Das Herz

00:22:18: sagte,

00:22:19: bleibt noch einen Moment... ...und der Bauch sagte, warte ab es ist gleich vorbei.

00:22:25: Vertrau dem!

00:22:27: Zwei Minuten vielleicht aber auch drei.

00:22:31: Es hat sich angeführt für mich zumindest wie eine Stunde und dann bin ich zurückgegangen.

00:22:36: Nicht mit einem Pokerface, nicht mit einer klatt populierten Erklärung.

00:22:42: Ich habe gesagt Deine Geschichte hat etwas in mir berührt das gerade auch zu meinem eigenen Prozess gehört.

00:22:53: Danke dass ihr mir die Pause gegeben habt.

00:22:57: Und dann passierte etwas mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte.

00:23:01: Die Gruppe wurde still Aufmerksamer, offener.

00:23:06: Nicht weil mein Moment dramatisch war sondern weil er

00:23:11: echt

00:23:12: war.

00:23:13: eine der Frauen hatte später zu mir gesagt Eva das war der moment in dem ich dir am meisten vertraut habe.

00:23:22: Mein Kopf hatte geschrieben Das war unprofessionell!

00:23:26: Mein Herz wusste... Echteste Eva.

00:23:31: Und mein Bauch war ruhig.

00:23:32: zum ersten Mal seit vielen, vielen Tagen.

00:23:37: und darum geht es im dritten Teil Kopf Herz und Bauch nicht nacheinander sondern zusammen.

00:23:45: ich lerne immer wieder Führungsfrauen und tolle Liederinnen kennen die fachlich brillant aufgestellt sind Kompetenzen haben Fähigkeiten haben alles ist da Und die Wirkung entfaltet sich trotzdem nicht, die sie sich selbst wünschen.

00:24:02: Weil Sie nicht mehr mit sich selbst verbunden sind!

00:24:05: Weil zwei Drittel jahrelang auf Stummen geschaltet waren.

00:24:10: Sie führen mit einem Drittel nur mit dem Verstand, nur mit den Kopf und wundern sich warum sie selbst sich so leer fühlen.

00:24:20: Warum es immer so anstrengend ist.

00:24:24: Und wie gesagt dazu gibt's auch ein Song.

00:24:27: Und lass uns doch einfach auch in diesen Song einmal gemeinsam einhören.

00:24:32: Also dauert jetzt wieder zwei Sekunden und dann hören wir hinein!

00:25:04: Nicht weil ich zusammenbrach,

00:25:05: sondern

00:25:06: weil ich da war.

00:25:09: Nicht weil Ich stärker wurde, sondern

00:25:11: Weil ich echt

00:25:12: war.

00:25:13: Das erste Mal seit Jahren brauchte ich mein Schild nicht mehr Kopfherz und Bauch am selben

00:25:20: Tisch.

00:25:21: Und endlich eine Sprache aus der Fülle Nicht aus der Enge Aus dem was ich bin, nicht aus dir... ...aus mir!

00:25:46: Ich hab den Kopf so lange Allein regieren lassen Abherts und Bauch zum Schweigen

00:25:56: Sich verstand,

00:25:57: was mir entging Zwei Dritte meines geschaltet Weiß selbst frag ich

00:26:24: mein Aus der Fülle Was sie gerade gehört.

00:26:50: die drei Fragen.

00:26:53: Sie stehen so im Song drinne Und ich werfe ja in diesem Buch drei Fragen auf Die mehr sehr wichtig sind gar nicht so schwer sind.

00:27:02: Es geht darum, dass du dich ganz zeitlicher aufstellst und das du dich auch im Alltag mit deinem Körper verbindest.

00:27:11: Und deswegen empfehle ich dir immer wieder – und das ist ein Training weil man es ja so ungewohnt – dir drei Fragen zu stellen und zwar wirklich in der Reihenfolge also erst sozusagen mit dem Bauch oder zum Bauch was spüre ich?

00:27:26: Stimmt das hier?

00:27:29: Und selbst die Frage nur, was spüre ich?

00:27:31: Würde ich... würde ausreichen.

00:27:33: Weil dann würdest du anfangen deine Emotionen überhaupt mal wahrzunehmen.

00:27:38: Dann das Herz, das finde ich immer eine ganz, ganz wichtige Frage für mich.

00:27:41: Was ist mir wichtig und wer will ich aus meinem Inneren heraus sein?

00:27:46: Das spricht auch ein bisschen deine Werte an!

00:27:48: Und dann erst den Kopf.

00:27:50: wie setze ich das um und wie bringe ich das verantwortlich und verständlich rüber?

00:27:57: Und die Reihenfolge ist nämlich ganz wichtig.

00:28:00: Es ist sicherlich ungewohnt, vielleicht kommt auf die Frage was spüre ich erstmal gar nichts weil der Kopf sofort hochzieht.

00:28:08: also ich sehe es immer wieder wenn ich mit wundervollen Liederinnen arbeiten kann dass dir das alles nur aus dem Kopf beantworten können und gar nicht ihren Körper erst mal wahrnehmen können.

00:28:19: Das kann eine Weile dauern.

00:28:21: Oder du kannst, was ist mir wichtig gar nicht so schnell beantworten und lässt es dadurch fallen.

00:28:27: Es ist okay wenn du das noch nicht kannst weil es einfach eine Übungsfrage ist.

00:28:33: Am Anfang fühlt es sich komisch an.

00:28:35: Das darf auch so sein.

00:28:37: Du bist es einfach nicht gewohnt den Bauch zuerst zu fragen Weil wir das nicht gelernt haben.

00:28:43: Wir haben gelernt dass der Kopf immer recht hat Immer.

00:28:47: Aber Wenn du das ein paar Wochen machst entscheidest du anders, nicht langsamer sondern vollständiger und Du gehst auch anders in die Gespräche.

00:28:57: Und Du gehest auch anders wieder raus!

00:28:59: Nicht leer, sondern wach weil Du viel mehr mit Dir verbunden bist.

00:29:06: Wenn Du Lust hast die drei Songs nochmal zu hören also vielleicht auch in Vollständigkeit und auch immer mal wieder reinzuhören dann kannst Du in den Leseraum gehen Und ich habe die Songs geschrieben, damit sie im Alltag immer mal wieder eingebaut werden.

00:29:23: Vielleicht vor einem Gespräch, vor dem du dich auch so ein bisschen drückst oder auf dem Heimweg im Auto wenn du merkst dass du wieder nur funktionierst und gar nicht mit dir verbunden bist.

00:29:34: In diesem Leseraum ist aber noch mehr drinne zum Beispiel auch eine innere Reise also Meditation.

00:29:41: Die geht gut acht zehn Minuten und kannst du dir auch runterladen Und sie bringt dich sozusagen wieder zu dir selbst zurück.

00:29:50: Sie ist, also die Meditation in der Reise ist ganz nah am Buch gebaut und sie ist für Frauen gemacht, die sehr viel im Kopf sind.

00:30:00: Und dadurch immer statischer werden, immer kontrollierter, immer erschöpfter, immer unerbarer – und immer weniger sie selbst!

00:30:09: Weil Führen nur aus dem Kopf ist richtig anstrengend, sehr, sehr

00:30:14: anstrendet.".

00:30:15: Und von außen sieht es ja so aus, als würdest du funktionieren.

00:30:20: Aber im Inneren sieht das ja ganz anders aus.

00:30:23: und diese drei Fragen gibt es im Leseraum auch als Handyhintergrund damit du auch am Alltag immer wieder darauf zurückgreifen kannst.

00:30:32: den Link findest Du in den Shownotes.

00:30:36: also welches Buch?

00:30:38: ich stelle die Anfangsfrage jetzt gleich noch einmal welches buch kennst du dass eigenes Song hat?

00:30:44: Ich habe es nicht gemacht, weil das Thema schwer ist.

00:30:51: Und ich habe versucht, es leicht zu schreiben!

00:30:55: Die eigene Auseinandersetzung ist nicht einfach – deswegen haben ja auch so viele davor Respekt und darin ändert auch kein Song etwas.

00:31:06: aber der Zugang zu unserem Inneren darf leichter sein Und manchmal nehmen wir etwas über Musik viel besser auf als über Text.

00:31:19: Nicht weil du es nicht verstanden hättest, sondern weil wir uns – wenn wir nur im Verstehen bleiben – so sehr uns selbst über den Verstand schützen und der Satz, der heute bleiben darf was dich gezähmt hat warst du selbst!

00:31:43: Also die Nachricht ist keine schlechte Nachricht.

00:31:46: Es gibt ja auch eine gute, dass du dich selbst wieder entfesseln darfst und das das auch nur du kannst!

00:31:54: Und dazu lade ich dich ganz ganz herzlich im Leseraum ein aber auch in den Buch.

00:32:04: Ich wünsche dir ein wundervolles Lesevergnügen und ein wunschendes Hörvergnügen Bis ganz bald.

00:32:18: Ich hab sie selbst gepackt wie immer Und sitze hier auf dem Sofa Bluse noch vom Büro an, ich weiß das es mir gut tun würde.

00:32:28: Ich weiß es mit dem Kopf Doch mein Körper sitzt und schaut die Tasche an und sagt mir... ...Ich habe gedacht der Körper irrt sich Hab ihn überstimmt

00:32:41: jahrelang Bis er sich das recht zurück

00:32:45: nahm Auf den Boden

00:32:47: einer

00:32:47: Wanne An einem Freitagmorgen Da zu liegen, was mein

00:32:57: Körper weich gehört.

00:33:02: Was mein Körper Weich hat er ins Gewebe eingespeichert.

00:33:08: Jede Anpassung jedes Schlucken jeder Morgen der Nacht.

00:33:12: nichts schmeckte was mein körper weiß.

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